wB – Eine für Alle , Alle für Eine

TV Nieder-Olm – HSV Sobernheim       30:13 (15:5)

Betrachtet man nur das Ergebnis dann war dieses Spiel eine Katastrophe für die HSV Mädchen. Bereits zur Halbzeitpause lag das Team zehn Tore zurück.

Ein Handballspiel ist jedoch immer mehr, als nur das Endergebnis. Es besteht aus der Tagesform, Mannschaftsstärke und auch ein wenig aus Glück. Von allem konnten die B-Mädchen an diesem Samstag nicht viel vorzeigen. Dafür jedoch ganz viel Biss, Mut, Willen und Durchsetzungskraft.

Mit einem kleinen Kader von nur acht Mädchen ging es nach Nieder –Olm. Bereits beim Aufwärmen musste die einzigste Torfrau, Nina Schmall, einen Gesichtstreffer einstecken. In der Mitte der ersten Halbzeit kamen dann noch Magenprobleme hinzu. Auch wenn Nina gerne gewollt hätte, ein weiterspielen war nicht mehr möglich. Ihre Rolle übernahm Michelle Schantz. Soviel zur Mannschaftsstärke in der ersten Halbzeit. Das restliche Team erarbeitete sich tolle Chancen, leider scheiterte es dann am Abschluss. Das Tor war wie vernagelt.

In der zweiten Halbzeit ging es nicht besser weiter. Das Team musste einen weiteren Ausfall verkraften. Bereits vor dem Spiel gesundheitlich angeschlagen, viel Chiara Beck aus. Ab diesem Zeitpunkt musste in Unterzahl weitergespielt werden. Und das machten die Mädchen klasse. Keine ließ den Kopf hängen. Alle kämpften zusammen weiter. Wie schon in der ersten Halbzeit, erarbeitete sich das Team dadurch tolle Chancen. Diese wurden im zweiten Teil des Spiels besser genutzt, als in dem ersten. Alle haben bis zur Schmerz- und Erschöpfungsgrenze gespielt. Das war eine klasse Leistung. Betrachtet man die Tatsache, dass wir fast eine ganze Halbezeit in Unterzahl gespielt haben und unsere kleinste Feldspielerin im Tor stand, dann ist das Endergebnis wirklich super.

Es spielten: Nina Schmall (Tor), Laura Jahnke (6), Chiara Beck, Maike Kiefer (1), Lea Kistner, Michelle Schantz (1), Ina –Sophie Bamberger, Pia-Marie Renette (4/1).