wJB: Kampfgeist wird am Ende nicht belohnt

(red) Mit 15:13 (8:7) muss sich die weibliche B-Jugend am Sonntagabend in Alzey geschlagen geben. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, wusste Trainerin Kim Maschtowski schon vor der Partie. Der HSV Alzey war direkter Tabellennachbar der Sobernheimerinnen, dementsprechend hoch waren die Erwartungen an das letzte Saisonspiel für dieses Jahr.

Nach einem schlechten Start der Gäste sah es allerdings nicht wirklich nach einer spannenden Partie aus. Der HSV Alzey setzte sich innerhalb weniger Minuten auf 4:0 ab. Sie traten selbstbewusster und mutiger auf als der HSV Sobernheim. Nach einer Auszeit und klaren Worten von den Trainern fingen sich die Mädels aus Sobernheim wieder und nach rund zehn Minuten stand es 5:4.

Das Spiel war wieder offen. In der Abwehr traten die Gäste bissiger und ehrgeiziger auf. Sie zwangen die Gastgeberinnen zu langen Angriffen. Besonders Sophie Corazolla machte einen „super Job“ auf der Hintenmitte-Position, lobte Kim Maschtowski. Sie übernahm die Position von Lara Speth, die leider ausfiel. Im Angriff taten die Sobernheimerinnen sich allerdings schwer. Die Alzeyerinnen spielten eine offensive und aggressive Abwehr. „Wir waren zu nah an der Abwehr und es gelang den Alzeyerinnen immer wieder, uns im Spielaufbau zu stören“, so die Wahrnehmung der Trainerin.

Mit einem Tor Rückstand ging der HSV Sobernheim frustriert in die Halbzeitpause. Die Aufgabe war klar, der Angriff muss besser werden. Durch zwei schnelle Tore schafften die Mädels aus Sobernheim erstmalig die Führung zum 8:9. Eine Zeitstrafe direkt im Anschluss warf sie dann allerdings wieder drei Tore zurück. Im Angriff lief kaum etwas zusammen und die 1:1 Situationen kosteten Kraft. Die fehlte dann auch in der Abwehr und reichte nicht mehr aus, um gegen körperlich überlegene Alzeyerinnen stand zu halten.

Schön zu sehen war, dass die Mädels sich wieder einmal nicht aufgaben und bis zum Schluss Kampfgeist bewiesen. Gegen Ende musste der HSV Sobernheim auf Grund leichter Verletzungen viel wechseln. Das Spiel wurde dann chaotisch und hektisch. Einige fragwürdige Schirientscheidungen sorgten zusätzlich für Verwirrung und Unkonzentriertheit. Nach 50 Minuten starker Abwehrleistung fuhren die Felkestädterinnen trotzdem enttäuscht mit der knappen Niederlage im Gepäck nach Hause.

„Im neuen Jahr wollen wir wieder angreifen und noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Die Spiele, die wir bisher verloren haben, gingen immer sehr knapp aus, außer der Ausreißer gegen Meisenheim. Da geht auf jeden Fall noch was“, so die Trainerin des HSV Sobernheim.

Wir wünschen all unseren Fans eine schöne Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!