wB verliert unglücklich in Osthofen

Die weibliche B-Jugend des HSV verpasste am vergangenen Wochenende die Chance, auf Tabellenplatz 3 zu klettern. In Osthofen musste sich die Mannschaft am Ende eines von Zeitstrafen geprägten Spiels 16:18 (10:7) geschlagen geben.
 


Mit geschwächtem Kader und lediglich acht Feldspielerinnen fuhr man nach Osthofen, mit dem Wissen, dass das Spiel nicht einfach wird. In der Hinrunde trennten sich beide Teams auf Augenhöhe mit einem Unentschieden. Als Tabellenzweiter galt die MJSG TGO/Osthofen jedoch als klarer Favorit der Partie.
Die Sobernheimerinnen erwischten dann allerdings den besseren Start und setzten sich in der 7. Minute auf 4:1 ab. Die Mädels spielten befreit auf. Sie trafen vorne souverän das Tor und packten hinten zu. Zusätzlich fiel den Gastgeberinnen aus Osthofen nicht viel ein gegen eine starke Soberheimer Torfrau Eileen Franzmann. Die Antwort der Osthofener auf gute 1:1 Aktionen des HSV war dann eine defensive 6:0 Abwehr. Damit hatte man allerdings schon gerechnet und sich dementsprechend vorbereitet.
Auf Lücke stoßen, ein schneller Ball und die ein oder andere Kreuzung wurden der neuen Abwehrformation entgegen gesetzt. In der 18. Minute konnte man sich dann das erste Mal auf vier Tore absetzen. Durch das gute Wetter war die Halle natürlich sehr warm, das machte den Mädels sehr zu schaffen: Die Kräfte ließen allmählich nach. Nachdem sich dann auch noch Mareike Schantz nach einem Foul verletzte, war nicht mehr viel Wechselkapazität vorhanden. Dennoch bissen die Mädels die Zähne zusammen und gingen mit drei Toren verdient in die Halbzeitpause.
Die zweite Halbzeit gestaltete sich nach einer fairen ersten Hälfte dann allerdings körperlich etwas härter. Durch zwei Zwei-Minuten Zeitstrafen in den ersten zehn Minuten geriet der HSV ein wenig aus dem Konzept. Die Anstrengung durch die Hitze und der wenigen Wechselmöglichkeiten machten den Mädels immer mehr zu schaffen. Unkonzentriertheiten und technische Fehler schlichen sich ein. Die MJSG TGO/Osthofen nutzte dies aus und kam auf 12:12 ran.
Danach wurde es auf beiden Seiten recht chaotisch und eine Hinausstellung folgte auf die nächste. Vier Minuten vor Schluss erzielte der HSV das 16:16. Doch wieder gab es eine Zeitstrafe gegen den HSV. Diese war dann ausschlaggebend und am Ende spielentscheidend. Das nötige Glück lag diesmal nicht auf der Seite der Felkestädterinnen. Osthofen erzielte noch zwei schnelle Treffer und behielt die Punkte letztendlich in eigener Halle. „Wir hätten den Sieg verdient“,, so das Fazit von Trainerin Kim Maschtowski über ein unschönes Jugendhandballspiel der Rheinhessenliga. Trotzdem haben die Sobernheimerinnen wieder einmal ihre größte Stärke bewiesen – gekämpft wurde bis zum Schluss.